Tiramisu

Vor 25 Jahren habe ich mir ein kleines italienisches Kochbuch gekauft, nur wegen eines einzigen Rezeptes. Ich habe auch nie ein anderes Rezept aus diesem Buch gemacht, aber dieses Tiramisu-Rezept hat mich wirklich lange begleitet, bis ich vegan wurde. Da ging das auf einmal nicht mehr, denn 8 Eier und 2 Packungen Mascarpone passen da nicht mehr ins Konzept. Aber jetzt habe ich mich endlich herangewagt, dieses Rezept zu veganisieren und im ersten Versuch hat es bereits geklappt. Nachdem ich lange vegane Löffelbiskuits gesucht habe, habe ich jetzt einfach selbst einen veganen Biskuitboden gebacken. Das geht natürlich auch in Löffelform, aber #simplifyyourlife. 🙂

Du brauchst

für den Biskuitboden:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 1 Backpulver
  • 1 Vanillezucker
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 225 ml Sprudelwasser

Zuerst die trockenen Zutaten gut verrühren und dann die Flüssigen nur kurz unterheben. Den Boden backe ich bereits in der Form, in der ich später das Tiramisu mache. Dazu lege ich in die Form beim Backen ein Stück Backpapier, das kann ich später gut rausheben und dann den Biskuitboden einmal so durchschneiden, dass ich zwei Deckel habe. Bei 180 Grad den Biskuit etwa 25 bis 30 Minuten backen und abkühlen lassen.

für die Creme

  • 800 g Seidentofu
  • 350 g Soja-Vanille-Joghurt
  • 100 bis 150 g Zucker
  • 10 bis 15 EL Amaretto (mindestens :))

Alle Zutaten für die Creme gut vermixen.

Außerdem

  • 2 Becher kalten starken Kaffee
  • Backkakaopulver

Ein Drittel der Creme in die leere Auflaufform geben. Die erste Schicht Boden darauf legen. Den ersten Boden ordentlich mit einem Becher Kaffee löffelweise übergießen. Ein weiteres Drittel der Creme auf der ersten Biskuitschicht verteilen. Darauf dann die zweite Biskuitschicht legen und dann den zweiten Becher Kaffee darauf verteilen. Mit der letzen Portion Creme bestreichen. Kakaopulver darüber sieben und dann ab in den Kühlschrank, idealerweise über Nacht. Auch wenn es sehr schwer fällt, es nicht direkt zu essen.

Keine Sorge, es schmeckt hier nichts nach Tofu. Wenn die Creme gut durchgezogen ist, ist das eine superleckere Creme, die obendrein noch deutlich leichter ist als Mascarpone. Du kannst also ohne Völlegefühl noch mehr von diesem Tiramisu essen. 🙂

Schnelles Red Thai Curry

Ich meine wirklich schnell. Mit ein paar Handgriffen ist dieses wunderbare Essen vorbereitet und dann kann es im Ofen vor sich hier brutzeln, während Du Zeit für etwas anderes hast. Ich habe lange nicht geglaubt, dass Tomaten und Kokosmilch zusammenpassen, aber dieses Essen ist ein echtes Geschmackserlebnis!

Du brauchst Gemüse, so viel, wie geschnitten in eine große Auflaufform passt. Erprobt habe ich folgende Varianten, mit Sicherheit gehen aber auch viele andere Kombinationen. Schau, was Du noch im Kühlschrank hast. Das ist eine perfekte Gelegenheit, um Reste aufzubrauchen.

  • Zucchini & Karotten & Auberginen & 1 EL Öl
  • Kürbis & Zucchini & 1 EL Öl
  • Blumenkohl (& Kohlgewürz) & 3 EL Wasser
  • Kürbis & Zucchini & Steckrübe & Karotten & 1 EL Öl

Das Gemüse Deiner Wahl waschen, in die gewünschte Größe schneiden und in einer Auflaufform verteilen. Es eignen sich Sesamöl oder Kokosöl. Falls Du Dich für Auberginen entscheidest, die brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. Zuerst schneiden und dann 10 Minuten salzen, damit die Bitterstoffe entfernt werden. Die Auberginen oben auf die anderen Gemüsesorten legen, damit sie mehr Hitze abbekommen. Bei 180 Grad etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis das Gemüse gewinnt, weich zu werden.

In der Zeit eine Soße zubereiten aus

Die Soße darf wirklich kräftig gewürzt sein, sie muss ja auch das ganze Gemüse würzen. Die Soße über das Gemüse geben, alles gut vermischen und weitere 25 bis 30 Minuten im Ofen backen.

Dazu passt wunderbar Basmatireis.

Ich bin gespannt, welche Gemüsesorten Du ausprobierst. Schicke mir gern eine Mail mit Deinen Versionen.

Guten Appetit!

Dicke Herbst-Gemüse-Suppe

Jetzt, wo es draußen ungemütlich wird, braucht mein Körper etwas, was wirklich von innen wärmt. Diese dicke Suppe ist daher genau das Richtige. Sie lässt sich auch herrlich vorbereiten und ist nach einem Herbstspaziergang dann auch ganz schnell fertig.

Du brauchst:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 kleine Kartoffeln
  • 1 Karotte (gern mit grün)
  • 1 kleines Stück Sellerie oder 1 bis 2 Stangen Selleriegrün
    alles waschen und kleinschneiden. Zusammen mit
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Liter Wasser
  • Salz
    etwa 25 bis 30 Minuten weichkochen.

Parallel dazu

  • 1 große Süßkartoffel, geschält
  • 1 kleinen Hokkaido-Kürbis, mit Schalte, aber entkernt
    in grobe Stücke schneiden. Die Süßkartoffel und die Kürbis etwa 30 Minuten bei 180° Celsius im Ofen backen.

Aus der Gemüsebrühe das Lorbeerblatt rausnehmen, dann zusammen mit Süßkartoffel und Kürbis mit einem Pürrierstab mixen.

Bei den Toppings darfst Du gern kreativ werden. Ich mag zum Beispiel sehr gern Maronen, angebratene Pilze oder gebratenen Tempeh.

Wie immer gilt, sei kreativ. Wenn Du etwas von den Zutaten nicht da hast oder wirklich nicht magst, lass es weg oder tausche es aus. Ich verarbeite auch gern einfach noch Reste. So kommt dann gern noch mal ein Stück Zucchini hinein oder ein Schluck Kokosmilch oder oder oder. Du kannst auch einfach gern die Grundsuppe nehmen und das Ofengemüse komplett austauschen. Hier gehen zum Beispiel Pilze oder nur Süßkartoffel oder nur Kürbis oder oder oder. Das Ofengemüse sollte aber unbedingt aus dem Ofen kommen und nicht mitkochen, dadurch wird es einfach viel aromatischer und die Konsistenz cremiger.

Porridge

Mit einem warmen Frühstück startet der Tag doch gleich viel besser. Für eine Person brauchst Du

  • 1 Becher Pflanzenmilch
  • 1/2 Becher Haferflocken

Optional:

  • Dattelsirup
  • Zimt
  • Sultaninen
  • Leinsamen
  • Chia
  • Kakaopulver
  • Nüsse

Alles zusammen aufkochen. Wenn Du Dein Porridge flüssiger magst, einfach etwas mehr Pflanzenmilch hinzugeben. Zum Schluss bedecken mit einer großen Portion

  • frisches Obst.

Je nach Süße des Obsts braucht Ihr keinen Dattelsirup. Guten Appetit!

Linsen-Spinat-Gericht

Zugegeben ausnahmsweise mal ein etwas aufwändigeres Rezept. Aber es lohnt sich, der Ernte aus dem Garten etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
Du brauchst:

  • 200 g Berglinsen
    Berglinsen nach Packungsbereitung kochen und zur Seite stellen.

  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch (optional)
  • 300 g Möhren, geputzt und in kleine Stücke geschnitten
    in Olivenöl anbraten.

  • 300 g Spinat oder Mangold, gewaschen und in grobe Stücke geschnitten
  • 5 Tomaten, gehackt
  • 5 EL Kokosmilch
    dazugeben und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Mit
  • 3 EL Currypulver
  • Salz würzen.
    Alles zur Zwiebel-Knoblauch-Möhren-Mischen dazugeben, gekochte Linsen untermischen.

In der Zwischenzeit. Ofen auf 180 Grad vorheizen.

  • 250 g Tempeh, grob gewürfelt
  • 300 g Hokaido-Kürbis, gewürfelt
    Tempeh und Kürbis mit
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Sojasoße
  • 2 EL Sesamsamen
  • 1 EL Paprikapulver,
  • 1/2 TL Salz
    würzen. Alles gut vermischen. Tempeh auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. Zum Kürbis noch 2 EL Stärke geben und nochmals kräftig mischen. Kürbis mit auf das Backblech legen. 15 Minuten im Backhofen garen.

Das Linsengericht auf den Teller geben. Tempeh und Kürbis oben darauf verteilen. Dazu passen Kartoffeln, Reis oder arabisches Brot.

Spinat oder Mangold können auch gefrostet genommen werden.

Sommerrollen

Ein wunderbares leichtes Gericht. Schnell gemacht und auch mit Gästen und insbesondere den ganz Lütten ein besonderes farbenfrohes Ereignis.

Wie immer kannst Du kreativ sein, hier aber noch mehr als sonst.

Du brauchst unbedingt:

  • Reispapier
  • Gemüse
  • Soße
  • Einen sehr großen Teller oder eine flache große Schüssel mit lauwarmen Wasser

Optional

  • Glasnudeln oder Reisnudeln
  • Tofu
  • Pilze
  • Obst
  • Koriander
  • Schwarze Sesamsamen
  • Sprossen

Als Gemüse passt eigentlich alles, was Du gern ist. Das meiste geht roh. Ich mag super gern Möhren, Paprika und Rotkohl, aber habe auch oft Avocado, Pilze und Gurken dabei. Je bunter desto besser.

Die Glasnudeln übergieße ich nur mit heißem Wasser. Nach ein paar Minuten sind die dann schon fertig. Reisnudeln nach Packunsanleitung zubereiten.

Für den Tofu verwende ich am liebsten den frittierten aus dem Asialaden. Hier musst Du aber aufpassen, dass Du einen erwischst, der keine Chemie enthält. In Berlin gibt es da wirklich sehr guten.

Besonders gut passt als Obst Mango oder Pfirsich. Sehr schön sehen auch Erdbeeren aus. Aber nimm einfach das, was Du am liebsten hast, falls Du den Rollen eine süße Komponente geben möchtest.

Bei mir gibt immer schnelle Erdnussoße, bei der ich 10 EL Kokosmilch und 2 EL Erdnussmuß kurz aufkoche und dann mit 1 EL Sojasoße würze. Wenn ich keine Lust darauf habe, geht auch Sojasoße oder No-Fish-Soße.

Yogi-Küche: Sommerrrollen

Zubereitung: Egal, was Du ausgesucht hast: Alles so schneiden, dass es dann gut in die Rollen passt. Die Reispapierrollen kurz in das Wasser halten (3 bis 5 Sekunden reichen völlig) und dann auf Deinen Teller legen und belegen. Nach etwa 20 bis 30 Sekunden ist das Papier so weich, dass Du es direkt zusammenrollen kannst. Das kannst Du vorbereiten, aber auch herrlich als gemeinsames „Koch“-Erlebnis mit Deinen Gästen oder Kids frisch am Tisch zubereiten.

Achtung: Hier wird viel weniger Inhalt benötigt, als ich immer denke. Es bleibt immer etwas übrig. Das kann natürlich noch gesnackt werden oder passt am nächsten Tag in die Rohkost-Box fürs Büro.

Schickt mir gern Bilder von Euren Kreationen. Ich bin gespannt, was Ihr da alles zusammenrollt.

Joghurt

Ist Dir schon aufgefallen, dass es seit dem Frühjahr auf meinem Gemüse sehr häufig Joghurt gibt? Das liegt daran, dass ich jahrelang meinem Mann ein bisschen neidisch zugesehen habe, wenn er auf unser Lumpenblech Joghurt gegossen hat und ich noch keinen wirklich guten veganen Joghurt gefunden hatte. Aber jetzt habe ich ihn und jetzt hole ich die letzten Jahre nach und mein Mann isst auch nur noch den. 🙂

Du brauchst

  • 1 Becher Provamel Sojajoghurt ohne Zucker
  • Saft einer kleinen Zitronen
  • 1/2 TL Salz
  • 2 bis 3 geriebene oder zerdrückte Knoblauchzehen

Alles mischen und mindestens 2 Stunden kalt stellen. Ich verwende hier den Joghurt von Provamel, da ich den wirklich lecker finde und nach dem der Joghurt durchgezogen ist, der typische Sojageschmack auch vollkommen verflogen ist.

Dieser Joghurt passt natürlich auch auf Auberginen mit Tomatensoße und zu allen anderen herzhaften Gerichten, auf denen Joghurt schmeckt.

Veganes Omelette

Mal wieder ein sehr einfaches Rezept. Hauptzutat ist mal wieder meine wichtigste Proteinquelle: Die Kichererbse.

Du brauchst für den Grundteig:

  • 1 Becher Kichererbsenmehl
  • 1 Becher Pflanzenjoghurt
  • 1,5 Becher Wasser
  • 1 TL Backpulver

Alles verrühren und 15 Minuten ruhen lassen.

Für ein herzhaftes Omelette noch:

  • 1 TL Kala Namak
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kurkuma & 1 Prise Pfeffer (optional)
  • 1 Frühlingszwiebel in Ringen (optional)

dazugeben und in einer Pfanne mit 1 TL Bratöl braten.

Mit dieser Menge werden es in meiner großen Pfanne 3 Omelette. Dazu passen zum Beispiel angebratene Tomaten, Pilze, Spinat, Spargel oder oder oder.

Porridge Violett

Momentan ist mein Porridge violett und noch leckerer als bisher. Du brauchst

  • 1,5 Becher Pflanzenmilch
  • 1/2 Becher Haferflocken
  • 3 EL Sauerkirschen (frisch oder TK)
  • 3 EL Heidelbeeren (frisch oder TK)
  • 1 EL Chia-Samen
  • 1 EL Dattelsirup
  • 1/2 TL Zimt

Alles zusammen aufkochen lassen. Fertig. Oder mit folgenden Zutaten belegen.

  • 1 EL Leinsamen, geschrotet
  • Obst

Gefrorene Sauerkirschen und Heidelbeeren schmecken zwar ganz anderes als frisch, sind aber dennoch super lecker.

Momentan habe ich meist Mango und Banane auf meinem Porridge. Aber da kannst Du ganz kreativ sein.

Erdbeer-Rhabarber-Auflauf

Es ist Rhabarber Zeit! Den weltbesten Rhabarber-Crumble kennt Ihr schon. Hier kommt ein leckerer Auflauf, den Du direkt warm aus dem Ofen oder falls Du es ausgehalten hast und er abkühlen konnte, auch am nächsten Tag noch kalt genießen kannst.

Du brauchst:

  • 4 Stangen Rhabarber
  • Zimt
  • 1 EL Rohrzucker
  • 500 g Erdbeeren

Quarkcreme

  • 400 g Seidentofu
  • 400 g Tofu, fest
  • 100 g Rohrzucker
  • Saft und Schale von 2 Bio-Zitronen
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver oder 40 g Maisstärke
  • 1 bis 2 Päckchen Vanillezucker

Den Rhabarber schälen und in Stücke schneiden und mit 1 Esslöffel Zucker und 1 Teelöffel Zimt bestreuen. Bei 200 Grad für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen.

Erdbeeren in dieser Zeit schneiden und Quark-Creme zubereiten. Für die Quark-Creme alle Zutaten in einem Mixer fein pürieren. Zuerst die Erdbeeren und dann die Quark-Creme auf dem Rhabarber verteilen und weiter 15 Minuten backen.

Geht mit Sicherheit auch mit anderen Obstsorten. Sei kreativ und erzähle mir gern davon.